Der Honigmarkt in Europa ist in Aufruhr. Aktuelle Studien zeigen, dass fast die Hälfte des importierten Honigs mit billigen Zuckersirupen verfälscht ist. Die EU reagiert mit neuen Vorschriften, doch Verbraucher können schon jetzt etwas bewirken. Es beginnt mit einem Wort auf dem Etikett: „Mischung“.
Das Problem mit „Mischung aus EU- und Nicht-EU-Honig“
In den meisten Supermärkten steht auf dem Honigetikett eine der folgenden vagen Angaben:
- „Mischung aus EU-Honig“
- „Mischung aus Nicht-EU-Honig“
- „Mischung aus EU- und Nicht-EU-Honig“
Diese Angaben, die nach den alten EU-Richtlinien zulässig sind, sind nicht transparent. Sie geben Verbrauchern keinen Aufschluss über die tatsächliche Herkunft oder – entscheidend – über den Anteil des Honigs aus den verschiedenen Ländern.
Ein Glas kann beispielsweise 99 % billigen Honig aus einem Land mit hohem Betrugsrisiko und 1 % teuren EU-Honig enthalten, doch rechtlich reicht die vage Angabe „Mischung“ aus. Dieser Mangel an Transparenz macht es sehr einfach, billigen, verdünnten Honig in Europa auf den Markt zu bringen.

Schockierende Ergebnisse: Mit Zuckersirup verfälschter Honig
Dieser Mangel an Transparenz hat weitreichende Folgen. Koordinierte EU-Untersuchungen ergaben, dass ein erheblicher Teil des nach Europa importierten Honigs nicht der Definition von Honig entsprach, weil er mit billigen Zuckersirupen (wie Reis-, Weizen- oder Rübensirup) gestreckt worden war. Das ist reiner Betrug, der regelkonforme Imker benachteiligt und Verbraucher täuscht.
Dieser „Kunsthonig“ ist günstiger herzustellen, hat nicht dieselben ernährungsphysiologischen und heilenden Eigenschaften wie reiner Honig und gefährdet die gesamte Imkereibranche.
- Europäische Koordinierungsuntersuchung (2023): Der Bericht der Europäischen Kommission über die koordinierte Aktion „From the Hives“ (durchgeführt 2021–2022). Diese Untersuchung ergab, dass 46 % der getesteten Chargen importierten Honigs im Verdacht standen, durch zugesetzte Zuckersirupe verfälscht worden zu sein.
- Europäisches Parlament und Rat (2024): Die politische Einigung über die Überarbeitung der „Frühstücksrichtlinien“ (Honigrichtlinie). Sie bestätigt, dass die EU die Gesetzgebung verschärft, um Betrug und den Mangel an Transparenz hinsichtlich der Herkunftsländer und ihrer prozentualen Anteile zu bekämpfen.
- Betrugsart: Nachrichtenartikel und wissenschaftliche Analysen des Joint Research Centre (JRC) bestätigen, dass die Verfälschung hauptsächlich durch die Verwendung von billigen Zuckersirupen (wie Reissirup oder Rübensirup) zum Strecken des Honigs erfolgte.
Die Bio-Garantie und die Kontrolle
Vielleicht fragst du dich, wie die Kontrolle funktioniert, insbesondere bei Bio-Honig.
Unser Honig ist biozertifiziert. Das bedeutet, dass die Kontrollen in Bulgarien und anschließend in der EU besonders streng sind. Bio-Organisationen prüfen nicht nur die Abwesenheit von Pestiziden und Antibiotika, sondern auch:
- Die Bienen müssen den Nektar in einem Umkreis von 3 Kilometern sammeln, der frei von Pestiziden und Umweltverschmutzung ist. (Keine Autobahnen, keine Industrie).
- Eine Zufütterung während Zeiten des Mangels ist ausschließlich mit Bio-Honig oder Bio-Zucker erlaubt.
- Chemische Behandlungen und der Einsatz von Antibiotika sind zum Schutz der Bienengesundheit verboten.
- Die Verarbeitung muss die natürliche Zusammensetzung und den Nährwert des Honigs bewahren.
- Das Endprodukt wird streng auf Reinheit (keine zugesetzten Zuckersirupe) sowie auf das Fehlen chemischer Rückstände und Antibiotika geprüft.
- Eine lückenlose Dokumentation ist vorgeschrieben, damit der Honig vom Glas bis zum ursprünglichen Bienenstock zurückverfolgt werden kann.

Die Zukunft: Klarere Etiketten kommen
Die gute Nachricht ist, dass die Europäische Union auf den weit verbreiteten Betrug reagiert hat. Kürzlich wurde eine politische Einigung über die Überarbeitung der Kennzeichnungsvorschriften (der sogenannten „Frühstücksrichtlinien“) erzielt.
Künftig muss bei Mischhonig Folgendes angegeben werden:
- Die Herkunftsländer auf dem Etikett.
- Der prozentuale Anteil jedes Landes in absteigender Reihenfolge.
Das ist ein großer Sieg für Verbraucher und faire Imker. Diese neuen Vorschriften sind jedoch noch nicht in Kraft.
Bewirke jetzt etwas
Du musst nicht auf neue Gesetze warten, um dir der Qualität deines Honigs sicher zu sein. Die Lösung ist einfach: Kaufe Honig mit einer transparenten Zutatenliste
Unser Honig ist 100 % BIO-Blütenhonig aus Bulgarien. Nicht gemischt, vollständig transparent und direkt rückverfolgbar.

